Dein-Feuer-in-mir

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Die Story hinter dem Text

Den folgenden Text habe ich am 6. Februar, am Todestag meiner Mutter geschrieben. Gemeinsam mit ihr – auch wenn das jetzt sehr komisch klingt. Damals vor 5 Jahren, als ich meine Mutter verlor, habe ich mich gefühlt – wörtlich und im übertragenen Sinne – als ob ich wie vor einem Haufen Asche stehe.

Wir alle kennen diese Momente, in denen wir wie vor dem Nichts stehen. Weil ein Mensch, den du liebst, nicht mehr bei dir ist, weil du deinen Job verloren hast, weil du plötzlich erkrankt bist. Weil du gerade in einem Tief steckst und einfach keinen Ausweg siehst.

Und genau diese Momente sind es, die die Kraft haben, uns neu zu erheben. Feuer kann zerstören – und erneuern. Ich glaube, dass es in jedem von uns eine Flamme gibt, die immer brennt.

Diese Flamme in dir möchte ich mit diesem Text erreichen. Dich an die Power deiner Flamme erinnern – für alle Momente, in denen deine bisherige Welt vielleicht mal zu Asche zerfällt. Und du dich neu erhebst.


Dein Feuer in mir

Ich sitz‘
Einfach hier.
Allein

Nur ich und mein Mind
Der kreist.

Feuerzeug an
Zigarette in der Hand
Zieh’ dran

Lass‘ uns zwei
Noch eine
Rauchen
Dann und Wann

Verdammt
Unkorrekt
Ich weiß.

Gegen jeden
Cleanen Ernährungsplan,
Nich’ bio,
Immerhin vegan
Zigarette in der Hand
Zieh’ ich tief dran

Fühl’ mich
Von innen
Verbrannt.

Knackende Glut
Deine Asche ruht
Wo du nie warst
Und nicht bist
Erde kalt
Grauer Stein
Mit deinem Namen
Trauerworte des Priesters verhallt –

In meinem Mind.

Wo alles kreist

Sitz’ ich hier allein
Abgebrannt.
Hab’ mich
In die letzte Ecke
Meines Herzens verbannt.

Lebensflamme
Erloschen in dir.
Dein Feuer,
das erneuert,
Aus in dir.

Sitz’ einfach hier,
und red’ mit mir,
weil da sonst keiner is’
wo du warst
Nur ein Riss
In meinem Herz –

Will diesen Schmerz
Nicht spüren

Ich will nicht

Sitz’ einfach hier
Allein
Mit meinem nervenden
Mich endlos zutextenden
Mind.

WUT
Nichts ist okay
Knackende Glut
Deine Asche ruht
Wo du nie warst
Und nicht bist
Erde kalt
Grauer Stein
Mit deinem Namen
Trauerworte des Priesters

Verhallt


Ich vermisse dich.

Du schickst mir nicht dich
Du schickst mir
Dein Lied.

Erinnerst mich –
An deine Flamme in mir
Dieses Feuer in mir,
das mich erneuert
hier und jetzt neu gebiert.

Schickst mir dein Lied
Direkt in mein Herz
Wenn ich aufmach’
Wird mein Schmerz
Wie durch Alchemie
Dieses Lied.

Du bist die, die schreibt
Von uns zwei,
die erschafft,
aktivierst die Shakti-Kraft in mir
Unsere Fackel, die ich in mir trag’
und nie verlier’.

Sitz’ einfach hier
im Feuer mit dir
unsere Flamme in mir

Du bist die, die schreibt
Von uns zwei

Und ich brenn’

Für Poesie

Für diese Alchemie

Denn ich spür’

Ich singe nie allein
Immer unsere Flamme
Immer dein
Feuer in mir.